
Einen Wurmbefall beim Hund zu erkennen, ist wichtig, um gesundheitliche Probleme frühzeitig zu vermeiden. Im Folgenden sind die häufigsten Anzeichen aufgeführt, die auf einen Befall mit Würmern hinweisen können:
1. Sichtbare Anzeichen im Kot oder Erbrochenen
Wurmteile im Kot, die wie kleine weiße Reiskörner aussehen, können auf Bandwürmer hindeuten. Auch lebende Würmer, beispielsweise Spulwürmer, die an Nudeln erinnern, können im Kot oder im Erbrochenen sichtbar sein.
2. Veränderter Appetit
Ein erhöhter Appetit kann auftreten, da Würmer dem Körper Nährstoffe entziehen. Ebenso ist ein verminderter Appetit möglich, wenn der Magen-Darm-Trakt belastet ist und der Hund lethargisch wirkt.
3. Gewichtsverlust
Trotz normalem oder gesteigertem Futterkonsum kann es zu Gewichtsverlust kommen, da wichtige Nährstoffe nicht ausreichend aufgenommen werden.
4. Aufgeblähter Bauch
Ein aufgeblähter, harter Bauch, insbesondere bei Welpen, kann ein Hinweis auf Spulwürmer sein.
5. Durchfall und Erbrechen
Durchfall kann auftreten und teilweise Blut oder Schleim enthalten. Auch Erbrechen ist möglich und kann in manchen Fällen Würmer enthalten.
6. Juckreiz am After (Schlittenfahren)
Wenn ein Hund mit dem Hinterteil über den Boden rutscht, kann dies durch Juckreiz verursacht werden, der häufig durch Wurmsegmente ausgelöst wird. Allerdings kann dieses Verhalten auch auf Probleme mit den Analdrüsen hinweisen.
7. Fellveränderungen
Ein stumpfes, glanzloses Fell oder vermehrter Haarausfall können Anzeichen für einen Nährstoffmangel infolge eines Wurmbefalls sein.
8. Schwäche und Müdigkeit
Ein betroffener Hund kann schlapp wirken, weniger Energie haben und weniger aktiv sein, da der Körper durch den Befall geschwächt wird.
9. Husten
Spulwürmer können während ihres Entwicklungszyklus in die Lunge gelangen und dort Reizungen verursachen, die sich durch Husten äußern.
10. Anämie (Blutarmut)
Insbesondere Hakenwürmer können Blut saugen, was zu blassen Schleimhäuten, beispielsweise am Zahnfleisch, sowie zu allgemeiner Schwäche führen kann.
Wann ist ein Tierarztbesuch erforderlich?
Treten eines oder mehrere der genannten Symptome auf, ist eine tierärztliche Untersuchung ratsam. Dabei kann eine Kotuntersuchung durchgeführt werden, um Wurmeier oder Larven nachzuweisen, und es können gezielte Entwurmungspräparate verordnet werden.
Vorbeugung gegen Wurmbefall
Eine regelmäßige Entwurmung wird je nach Lebensstil und Umgebung etwa alle drei Monate empfohlen. Das Entfernen von Kot hilft, eine erneute Ansteckung zu verhindern. Zudem sollten Flöhe konsequent bekämpft werden, da sie Bandwurmeier übertragen können. Auf die Fütterung von rohem Fleisch sowie ungewaschenem Obst und Gemüse sollte verzichtet werden, da diese Wurmeier enthalten können. Bei Verdacht auf einen Befall kann es außerdem sinnvoll sein, den Kontakt zwischen Kindern und dem betroffenen Tier einzuschränken, da einige Wurmarten auch auf den Menschen übertragbar sind.
